Erwartete Strafe für Gloor
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TurfTimes:
Die Justiz in der Schweiz scheint anders zu ticken als etwa in Deutschland: Der ehemalige Präsident des Züricher Rennvereins Martin Gloor, 45, ist wie bereits in unserer letzten Ausgabe angedeutet zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden, dazu zu einer Geldstrafe von erstaunlich niedrigen 800 Franken. Gloor hatte sich schuldig bekannt, mit seiner Firma Core Capital Partners rund 150 Investoren um dreißig Millionen Franken gebracht zu haben. Er wurde aber vorläufig unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt, soll sich auf der Rennbahn in Dielsdorf als Arbeitsreiter beworben haben. Vor Gericht, wo er laut Medienberichten, "leicht gebräunt, mit nach hinten gelierten Haaren" erschien, hatte er angegeben, zuletzt für ein Unternehmen im Pferdewetten-Bereich gearbeitet zu haben. Er war auf Kaution freigelassen worden.